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Mittwoch, 14. September 2011

Wenn zwei das gleiche tun, oder deutsche Kleinstaaterei

Herr Tillich erhält als Ministerpräsident eine neuentwickelte Lampe als Geschenk. Sie steht jetzt in seinem Büro auf seinem Schreibtisch. In der Zeitung beschwert sich ein Leser, dass für einfache Beamte die Annahme eines Geschenkes ein Kündigungsgrund sei. Die Geschenke müssen abgeliefert werden. (Bis dahin auch i.O. Laut dem sogenannten Kaffeeerlass wird Beamten im Außendienst sogar die Annahme einer Tasse Kaffe als Bestechung angerechnet.)
Die Antwort aus dem Ministerium folgt am darauffolgenden Tag ebenfalls über die Medien. Plötzlich hat Herr Tillich die Lampe abgegeben und diese steht im Eingangsbereich seines Staatsministeriums. Dafür hat das Ministerium eine weitere Lampe gekauft, welche nun auf Herrn Tillich´s Schreibtisch steht. Zu Repräsentationszwecken.
Liebe Sachsen, geht euch hier ein Licht auf? Oder doch nur Zufall??? Oder werdet ihr gar für dumm verkauft? Apropos, warum fällt mir in diesem Moment gerade die Bildungspolitik unserer Kleinstaaterei ein. Übrigens, wer sich noch erinnern kann, von unserer, Bundeskanzlerin in einer schwache Minute als Bildungsrepublik ausgerufen. Davon spricht keiner mehr. Wozu auch, ist ja auch kein Wahlkampf!

Dienstag, 18. Januar 2011

Globalisierung in der Provinz

Gestern bekam ich Besuch von einer ehemaligen Klassenkameradin oder wie man heute sagt Mitschülerin. Wir hatten uns jahrelang nicht gesehen. Um genauer zu sein seit der Schulzeit nicht mehr. Und das ist schon eine halbe Ewigkeit her. Nach der Schule wurden wir ja in alle  Winde verstreut. Ich wusste bloß von Ihr, dass sie nach Australien ausgewandert war und dort geheiratet hatte. Jedenfalls stand Sie unerwartet vor der Tür. Sie hatte in Deutschland von einer Bekannten erfahren, dass ich hier im Ort wohne. Da sie in der Nähe war, schaute sie vorbei. Nach der nun folgenden üblichen Wiedersehens-Zeremonie hatte sie natürlich ein kleines Geschenk dabei. Und was soll ich sagen? Es war eine kleine antike Amphore mit Kräuterlikör, die man nach dem Genuss in eine Öllampe verwandeln kann, der Firma meiner Tochter, Terrraschenk  Antique-Wine-Design.(siehe Interessantes) Diese hatte Sie in einer Geschenkboutique am Ort gekauft. Sie ist lange geblieben und wir haben über die alten Zeiten geredet. Gesagt habe ich ihr das mit der Amphore und der Firma natürlich nicht. Aber gefreut habe ich mich, das jemand von Australien kommt und unseren Umsatz steigert. Das nenne ich Globalisierung ;-)